Pranayama - Atemführung

Pranayama (Sanskrit: prāṇāyāma) ist die 4. Stufe im Yoga-Sutra des Patanjalis. Prana bedeutet Lebensenergie und Yama Kontrolle, Lenkung. Wir können also mit Hilfe der Atemübungen unsere Energie lenken. Wird Pranayama regelmäßig praktiziert, wird das Atemvolumen vergrößert und der Atem immer länger und feiner.

 

Der Atem gibt uns Rückmeldung, wie wir uns gerade fühlen. Sind wir gestresst oder aufgeregt, atmen wir flach und unregelmäßig - und müssen irgendwann wieder "Durchatmen". Wenn wir Angst haben, halten wir den Atem sogar vor Schreck an. Wir können etwa 3 Wochen ohne Nahrung auskommen, 3 Tage ohne Wasser, aber höchstens 3 Minuten können wir ohne Atmung bleiben. Wir treffen uns zum Essen, zum Trinken, aber nie zum Atmen :-) da dies ja scheinbar automatisch abläuft und uns nicht bewußt ist. Indem wir uns unsere Atmung bewußt werden, haben wir die Möglichkeit unmittelbar ins Hier und Jetzt zu gelangen. So wie der Geist auf den Atem wirkt, lässt sich umgekehrt auch der Geist von der Atmung beeinflussen. Werde Dir öfter am Tag Deiner Atmung bewußt!

 

Alles was lebendig ist atmet! Durch den Atem sind wir permanent mit unserer Umgebung verbunden. Jedes Einatmen versorgt uns mit frischer Energie und Sauerstoff und bei jeder Ausatmung geben wir die verbrauchte Energie ab. Wir können uns also niemals völlig vom Außen abgrenzen und sind immer Teil vom großen Ganzen. Durchströmt uns der Atmen frei, so werden wir zum Teil der Unendlichkeit, die der Atem ist. (Meditation über den Atmen, der alles eint).

Die Phasen bei Pranayama

  • Einatmung = puraka

  • Ausatmung = rechaka

  • Pause mit voller Lunge = antara-kumbhaka

  • Pause mit leerer Lunge = baya-kumbhaka

ALLES ÜBER YOGA

Ujjayi - die Glorreiche

Ujjayi bedeutet die "glorreiche Atmung" und ist das Basis-Pranayama. Diese Atemübung sollte während der gesamten Asana Praxis beibehalten werden. Beim Atmen ensteht ein Atemgeräusch, da man die Stimmritze im Kehlkopf verengt. So als wollte man einen Spiegel anhauchen, aber mit geschlossenem Mund. Der Strömungswiderstand führt zur Atmenverlängerung und man erlangt mehr Kontrolle über die Atmung. Das erzeugte Atmengeräusch erhält unsere Aufmerksamkeit und hilft dadurch bei der Beruhigung und Zentrierung. Durch die Reibung in der Kehle wird Hitze erzeugt und es kommt z.B. in der Verbindung mit dem Sonnengruß zur Erwärmung des Körpers.

Realisierung & Design: Karin Kowarschik artelas

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